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deren Ziel es ist, zu versuchen, durch bergmännisch-sachkundige Betrachtung archäologi­scher Funde und deren Interpretation den Kenntnisstand über den historischen Bergbau zu verbessern.

 

 

Der Kenntnisstand über den Bergbau des Altertums ist vergleichsweise gering. Die Ursache dürfte im We­sentlichen darin liegen, dass die Grubenbaue nach Abbau der Lagerstätte aufgegeben wurden und - sofern überhaupt noch auffindbar - soweit verändert sind, dass Erkenntnisse zu technischen Details der bergmänni­schen Arbeiten und der dafür notwendigen Nebenarbeiten nur in Ausnahmefällen gewonnen werden können.

Die auf den Bergbau orientierte archäologische Forschung ist weitgehend auf Sachzeugen des Abbaues mineralischer Rohstoffe konzentriert.

Die Einbeziehung bergmännischer Arbeiten, die mit anderer Zielstellung durchgeführt wurden, erfolgte bisher nur in unzureichendem Maße. Das gilt insbesondere für die Auffahrung von Stollen und Tunneln zur Wasserversorgung.

Derartige Auffahrungen sind bekannt, weitaus besser erhalten und nach archäologischen Gesichtspunkten untersucht. Obwohl als bergmännische Arbeiten erkennbar und auch so bewertet, haben eigenartigerweise bergmännische Aspekte bei der Interpretation der Funde unzureichend oder keine Berücksichtigung gefunden. Damit sind mögliche Erkenntnisse zum jeweiligen Stand der Bergbautechnik nicht gezogen worden oder auch verloren­gegangen. Zumindest werden wichtige Funde nicht oder nicht ausreichend dahingehend untersucht, welche Einblicke für die Beurteilung der bergmännischen Verfahren, Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden waren. Das wahrscheinlich bedeutendste Beispiel dafür ist der Tunnel des Eupalinos auf Samos. Bei diesem Tunnel ist es durch die Vernachlässigung bergmännischer Gesichtspunkte bei der Ausgrabung und Erfassung der Funde zu einer gravierenden Fehlinterpretation gekommen. Dabei sind nicht nur bedeutsame und außerordentlich wichtige Informationen unbe­rücksichtigt geblieben, sondern möglicherweise auch - zumindest teilweise - verloren gegangen.



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